Steckdosen im Ausland: Das müssen Sie wissen
Wer ins Ausland verreist, muss vieles im Blick haben: Einreisedokumente, Zahlungsmittel und viele andere organisatorischen Details. Doch kaum jemand denkt daran, dass es weltweit trotz vermeintlicher Normung noch immer 16 unterschiedliche Steckdosentypen gibt. Sogar im nahen europäischen Ausland können Steckdosen installiert sein, die unter Umständen nicht mit den in der Schweiz üblichen Steckern kompatibel sind. Zusätzlich unterscheiden sich vielerorts sogar die Netzspannungen, die weltweit zwischen 100 und 240 Volt liegen, sowie die Frequenzen von 50 oder 60 Hertz. Während ein Spannungswandler meist nicht erforderlich ist, gehört ein passender Reiseadapter unbedingt ins Gepäck.
Der in der Schweiz übliche Stecker ist im Ausland nur selten kompatibel
Der sogenannte «Schweizer-Stecker» gilt mit seinen drei Stiften als Unikum. Er passt ausschliesslich in Steckdosen des Typs J, die nur in der Schweiz und in Liechtenstein verbreitet sind. Für eine Weltreise ist er damit kaum geeignet. Immerhin lässt sich der Steckdosentyp J auch mit dem Eurostecker nutzen. Sein Name ist Programm: Der Eurostecker funktioniert in zahlreichen Ländern Europas. Keine Verwendungsmöglichkeit bietet er jedoch beim Steckdosentyp G, der insbesondere in Grossbritannien und Irland verwendet wird. Wer also als Schweizer auf die britischen Inseln reist – ob privat oder geschäftlich – benötigt einen passenden Adapter. Ein Adapter ist zudem für Reisen in die USA, nach Kanada sowie in verschiedene Länder Asiens und Südamerikas erforderlich. In Nordamerika, einschliesslich Mexiko, sowie etwa in Kolumbien, Japan und Thailand kommen überwiegend Steckdosen der Typen A und B zum Einsatz.
Von Ägypten bis in die Türkei – Steckdose Typ C ist weit verbreitet
Weltweit am meisten verbreitet ist die Steckdose des Typs C. Sie kann mit Eurosteckern genutzt werden und ist in vielen Ländern Kontinentaleuropas zu finden – ebenso ausserhalb Europas, beispielsweise in Ägypten, Chile oder der Türkei. Allerdings ist Vorsicht geboten: Steckdosen des Typs C verfügen über keinen Schutzkontakt. Geräte, die einen Schutzkontakt benötigen, dürfen daher nicht mit Steckdosen des Typs C betrieben werden.
In Europa trifft man ebenfalls häufig auf Steckdose des Typs F. In den Nachbarländern Deutschland, Italien oder Österreich ist dieser Steckdosentyp bereits Standard. Auch in weiteren europäischen Staaten – beispielsweise in Schweden oder Spanien – ist Typ F gebräuchlich. Für Geräte mit Eurostecker ist dabei kein Adapter erforderlich.
Neben den genannten Varianten existieren weltweit noch weitere Steckdosentypen, darunter D, E, H, I, J, K, L, M und N.
Besondere Vorsicht ist bei der Nutzung von Geräten mit Schutzkontakt-Steckern geboten. An bestimmten Steckdosentypen – darunter Typ A, Typ C, Typ D, Typ H, Typ K, Typ L – dürfen solche Stecker aufgrund des fehlenden Schutzkontakts niemals verwendet werden. Bei einem Gerätefehler können sonst tödliche Spannungen am Gehäuse auftreten.
Zudem umgehen viele günstige, fernöstliche Reiseadapter diesen Schutzmechanismus. Daher empfiehlt es sich, ausschliesslich qualitativ hochwertige Reiseadapter aus europäischer Produktion zu verwenden.
Können Sie sich unter diesen Bezeichnungen wenig vorstellen oder möchten Sie sehen, wie die einzelnen Steckdosen aussehen?
Ob in angrenzenden Ländern oder in der Ferne – so sehen Steckdosen im Ausland aus
Steckdosen des Typs A finden Reisende in Kanada, den USA, Mexiko, in einzelnen südamerikanischen Ländern sowie in Asien – unter anderem in Japan und Thailand.
Die Steckdose Typ B wird in Kanada, den USA, Mexiko, in einzelnen südamerikanischen Ländern sowie in Asien – unter anderem in Japan und Thailand – verwendet.
Wer in Kontinentaleuropa, aber auch in Ländern wie Ägypten, Chile oder der Türkei unterwegs ist, findet häufig Steckdosen des Typs C.
In Europa trifft man in vielen Ländern von Nord bis Süd, beispielsweise in Schweden oder Spanien, Steckdosen des Typs F an.
Eine Reise über den Ärmelkanal oder die Irische See führen direkt in die Hochburgen des Steckdosentyps G. Dieser ist nicht nur in Grossbritannien und Irland Standard, sondern findet sich auch in weiteren Ländern, etwa auf Zypern.
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